was macht eine Doula

 

Was macht eine Doula ?

Schon während der Schwangerschaft lernen sich die werdende Mutter und ihre DOULA kennen und können so  frühzeitig ein Vertrauensverhältnis zueinander aufbauen und  die Geburt vorbereiten – was Sicherheit und Zuversicht für das kommende Ereignis gibt. Wünsche und Bedürfnisse werden besprochen, es ist Raum für Fragen und Sorgen (z.B. Erstellen eines Geburtsplans, Rituale rund um die Geburt, Entspannungstechniken, Geburtspositionen, usw.). Während der Geburt ist die DOULA unabhängig vom Schichtwechsel des medizinischen Personals vom Beginn an an der Seite der Gebärenden, bis das Baby da ist (teils noch zu Hause, dann in der Klinik, dem Geburtshaus oder bei einer Hausgeburt auch weiterhin zu Hause).

Dadurch hat die Frau die Sicherheit, dass jederzeit eine vertraute Person für sie da ist, sie kann sich ganz dem Geburtsgeschehen hingeben.

Die DOULA übernimmt keine medizinischen Aufgaben, sie kann sich in beruhigender, einfühlsamer Zuwendung ausschließlich auf die werdende Mutter konzentrieren.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass die intensive und ständige Betreuung durch dieselbe vertraute Person übermäßigen Stress verringert, die Wehenzeit verkürzen kann, weniger häufig Wehen- und Schmerzmittel notwendig macht und die Erfolgsrate beim Stillen erhöht.
(vgl.: M. Klaus, J. Kennell, P. Klaus: „DOULA“ – Der neue Weg der Geburtsbegleitung, 1993, Mosaik Verlag).

Auch die Hebamme Ina May Gaskin („Die selbstbestimmte Geburt“), die Psychologin Hannah Lothrop („Das Stillbuch“) und der Arzt und Geburtshelfer Michel Odent („Geburt und Stillen“) weisen in ihren Büchern auf die positive Wirkung dieser Form der Geburtsbegleitung hin. Sie haben mit anderen dazu beigetragen, der schulmedizinischen Geburtshilfe eine neue Richtung zu geben

Darüber hinaus gibt es Lebensumstände, in denen es sich als besonders wichtig und sinnvoll erweist, auf die Unterstützung und Betreuung einer DOULA vertrauen zu können:

  • die Frau erwartet ihr erstes Kind, ist ängstlich, unsicher und sucht Halt und
    Zuwendung
     
  • die Frau hat bei einer vorausgegangenen Geburt traumatische Erfahrungen
    gemacht

     
  • die Frau ist noch sehr jung
     
  • die Frau ist alleinstehend
     
  • die Frau kommt aus einem anderen Kulturkreis und
    sucht eine vertraute Person

     
  • der Partner ist unsicher, ob er seine Frau bei der Geburt alleine unterstützen
    kann

     
  • es steht ein geplanter Kaiserschnitt bevor
     
  • es wird ein behindertes Kind erwartet

 

Nach der Geburt findet bei einem Treffen ein gemeinsamer Rückblick statt, um die Geburtserfahrung besser verarbeiten zu können.

Bei Fragen und Problemen während der Zeit des Wochenbetts steht die DOULA mit Rat und Tat auch gerne zur Verfügung.

Bei medizinischen Fragen arbeitet sie mit einer Hebamme oder einem Arzt zusammen.